FI-Schalter oder Sicherung? Der Unterschied
Personenschutz oder Leitungsschutz – die zwei häufigsten Bauteile im Verteiler ausführlich auseinandergehalten.
Beitrag lesenEine Sicherung, die nach einer klaren Überlastung einmal auslöst, ist meist harmlos. Eine, die sofort wieder rausspringt, sich nicht mehr halten lässt oder warm wird, ist es nicht mehr. Dieser Beitrag ordnet beide Fälle ein, zeigt den sicheren Sofort-Check – und ab wann Sie besser eine Elektrofachkraft rufen, statt weiter zu probieren.
Einmaliges Auslösen nach einer erkennbaren Überlastung ist in der Regel unbedenklich – Verbraucher trennen, Automat einmal wieder einschalten, fertig. Löst er sofort wieder aus oder wird er dabei warm, ist das kein Zufall mehr, sondern ein Hinweis auf einen echten Fehler. Und: Ist nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei den Nachbarn der Strom weg, liegt es meist gar nicht an Ihrer Hausinstallation.
Das ist kein Fall zum Abwarten. Schalten Sie den betroffenen Stromkreis bzw. den Hauptschalter stromlos, berühren Sie nichts weiter und schalten Sie nichts wieder ein.
Meist steckt einer von vier Gründen dahinter. Welcher es ist, entscheidet auch, was als Nächstes zu tun ist.
Mehrere große Verbraucher hängen gleichzeitig an einem Stromkreis – Herd, Wasserkocher, Fön, Heizlüfter. Der Leitungsschutzschalter (LS-Automat) löst aus, um die Leitung vor Überhitzung zu schützen. Der mit Abstand häufigste und harmloseste Grund.
Zwei Leiter berühren sich, oder Strom fließt unkontrolliert gegen Erde. Der Automat löst dabei sofort wieder aus, egal wie oft Sie ihn hochschalten – ein klares Zeichen, aufzuhören und die Elektrofachkraft zu rufen.
Oft ist gar nicht die Leitung das Problem, sondern ein einzelnes Gerät mit einem inneren Defekt. Testweise die zuletzt angeschlossenen oder verdächtigen Geräte trennen, bevor Sie den Automaten wieder einschalten.
Auch der LS-Automat kann nach Jahren altern oder defekt sein. Ohne Messung im Verteiler lässt sich das nicht sicher von einem echten Leitungsfehler unterscheiden.
Diese eine Frage entscheidet, wer überhaupt zuständig ist.
Mehr als diese drei Schritte sollten Laien an der Sicherung nicht versuchen – alles danach ist Sache der Elektrofachkraft.
Große oder zuletzt benutzte Geräte vom betroffenen Stromkreis nehmen.
Den ausgelösten Automaten ein einziges Mal wieder hochschalten – nicht mehrfach probieren.
Hält er? Gut. Springt er sofort wieder raus oder wird er warm – aufhören und die Elektrofachkraft rufen.
Umgangssprachlich heißt fast alles im Verteiler „Sicherung” – fachlich sind es zwei verschiedene Bauteile mit zwei verschiedenen Aufgaben: Der Leitungsschutzschalter (LS) schützt die Leitung vor Überlast und Kurzschluss, der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI, fachlich RCD) schützt Sie selbst vor einem gefährlichen Fehlerstrom.
Wer beide sauber auseinanderhalten will, findet die ausführliche Erklärung in unserem Beitrag FI-Schalter oder Sicherung? Der Unterschied.
Die drei Schritte oben sind alles, was als Laie gefahrlos möglich ist. Bei folgenden Anzeichen ist eine Elektrofachkraft nötig – nicht aus Vorsicht, sondern weil Gesetz und Sicherheit es verlangen:
Der Grund ist keine Bürokratie: Arbeiten an der Festinstallation bergen ein echtes Risiko für Leib und Leben, im schlimmsten Fall Brandgefahr – und wer hier selbst eingreift, riskiert zusätzlich den Versicherungsschutz.
Wenn die Sicherung immer wieder fliegt, warm wird oder Sie unsicher sind, ob es noch einer der drei sicheren Schritte oder schon ein Fall für die Fachkraft ist – rufen Sie einfach unter 0176 42876194 an. Die Einschätzung am Telefon ist kostenlos und unverbindlich, eine Elektrofachkraft ordnet Ihre Schilderung ein. Mehr zu Fehlersuche, Austausch und FI-Nachrüstung finden Sie auf unserer Seite Sicherung & FI-Schalter.
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